Ich möchte Mut machen!

Was mich zu dem gemacht hat, was ich heute bin, ist definitiv meine Krankheit.Mein Leben bestand viele Jahre aus Arztterminen, Krankenhausaufenthalten und Medikamenten und auch aus Trauer, Wut, Schmerzen und besonders aus dem Gedanken, wo sich die nächste Toilette befindet. Wenn man dachte, dass es schlimmer nicht werden könnte, wurde man vom Gegenteil überzeugt und auf den Boden der Tatsachen zurück geholt. Es geht leider immer schlimmer und viele von euch kennen diese Gefühle und Gedanken bestimmt nur zu gut.

 

Ich habe mir irgendwann gesagt, dass es Menschen auf der Welt gibt, denen es noch sehr viel schlechter geht, als ich es mir überhaupt vorstellen könnte. Klar ist, diese Krankheit ist im wahrsten Sinne des Wortes eine Sch... Sache aber man sollte es von der positiven Seite betrachten.

Ich bin Angie, 30 Jahre und lebe seit zehn Jahren mit einer chronischen Darmerkrankung. Diagnose colitis ulcerosa, seit einigen Wochen weiss ich, dass es doch der Crohn ist. 2015 war meine erste Operation (komplette Kolektomie) aus drei geplanten OPs wurden zwölf.

 

Von der Dickdarmentfernung über Pouchanlage mit anschließender Pouchentfernung, bis hin zu einigen Fisteloperationen und dem endständigen Stoma. Was ich aber trotz allem sagen kann ist, dass es mir heute mit meinem dritten Stoma besser geht als in den letzten zehn Jahren 🙂. Ich habe drei Jahre gekämpft, den Beutel nicht für immer tragen zu müssen. Ich habe den Kampf damals verloren. Heute weiss ich jedoch, dass ich nicht der Verlierer war, sondern mit Abstand der Gewinner.

Er hat mir mein Leben nicht nur zurück gegeben, sondern es sogar noch schöner gemacht. Immer in Verbindung mit den wichtigsten Menschen in meinem Leben, meinen Eltern, Schwiegereltern, Familie, besten Freunden und besonders meinem Mann.

 

Ich denke seitdem mehr über mein Leben nach, ich sehe viele Dinge plötzlich mit anderen Augen und lerne vieles mehr zu schätzen, in sämtlichen Situationen.Jeder kann das tun, was ihn glücklich macht, ob mit einer unheilbaren Krankheit oder auch mit einem Beutel am Bauch und sind wir mal ehrlich, ein Stoma kann streng genommen auch gewisse Vorteile haben 🙂. Ich möchte euch Mut machen!

Glaubt an alles, was euch glücklich macht, gebt euch nicht mit einem „Zufrieden“ zufrieden, sondern seid glücklich, in dem ihr das tut, was euch ein Gefühl der Freiheit vermittelt, ob mit oder ohne Krankheit. Manchmal sind es einfach die kleinen, einfachen Dinge, die aber das Größte ausmachen.

 

Liebe Grüße 🙂

Angie

 

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